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Nachdem nun hoffentlich alle ihren Kater auskuriert haben, machen sie sich jetzt Gedanken über das Fasten. Süßigkeiten ist klar, vielleicht kein Alkohol, und sonst? Ich habe mal eine Liste zusammengestellt, die nicht immer etwas mit Fasten zu tun hat, aber die 40 Tage dazu nutzt, bewusster auf das zu schauen, was wir essen.

  1. Bio-Produkte kaufen und verwenden: Minimum ist das deutsche oder europäische Bio-Siegel (mind. 95% der Zutaten aus ökologischen Landbau)
  2. Weitere Siegel beachten: Bioland und demeter gehen weiter: 100% ökologischer Landbau, bei Naturland spielen auch Fairtrade-Kriterien eine Rolle. Eine einfache Übersicht habe ich bei geolino gefunden. Bei Fisch steht das MSC-Siegel für ein Mindestmaß an nachhaltiger Fischerei. Mittlerweile gibt es sogar Papierverpackung mit FSC-Siegel aus nachhaltiger Fortswirtschaft…
    Noch eine Anmerkung zu Fisch: Wer sich nicht sicher ist, sollte eher die Finger von „Aquakulturen“ aus Südostasien (Vietnam etc) oder Brasilien lassen – meist Pangasius oder ähnliche. Übersetzt heißt es nämlich viel zu oft: Knallvolle Fischteiche, Antibiotika-betankt, und dafür musste Urwald gerodet werden. Alternativ: Tilapia mit afrikanischer Herkunft. Braucht weniger Medikamente und ist häufig nachhaltiger (weil er weniger Abhängigkeit von Entwicklungshilfe und der Fischindustrie für die Fischzüchter bedeutet). Den passenden Fisch finden und kochen: eine Hilfestellung.
  3. Regionale Produkte saisonal: Ich kann einen Bio-Wein aus Spanien für 3,99 Euro kaufen. Der Inhalt mag zwar Bio sein, aber wie ökologisch ist der Transport? Wie nachhaltig kann die Produktion bei diesen Preisen sein? Bei manchen Angeboten habe ich die Vemutung, dass außer den Inhalten nichts ökologisch ist. Darum brauche ich im Winter auch keine Erdbeeren.
  4. Das Verkaufspersonal ansprechen: Häufig blickt man in überraschte Augen, wenn man die Verkäufer fragt, wie ein 3,99-Bio-Wein entsteht. Sie haben meist keine Antwort, aber das Hirn rattert los. Und manchmal gibt es dann sogar eine Auswirkung im Regal. (es braucht nicht die Konsumentenmassen – sondern nur die intelligente – wahlweise laute – Minderheit.
  5. Fleisch: Ein klassischer Verzicht. Wer nicht ganz verzichten will, geht zum Metzger und lässt sich beraten, und nimmt sich die Zeit aus einem guten (ja, auch teurer) Stück Fleisch mit weiteren Zutaten ab und zu was wirklich Gutes zu kochen. Ein Beispiel findet sich hier.
  6. Kühlschrank, Kühltruhe und Lager leer essen: Ich nutze die Fastenzeit immer, um Lager und Kühlschrank leerzukochen. Kann ich die Haselnüsse verwenden, obwohl das Rezept eigentlich Mandeln schreibt? Irgendwann landen die Dinge doch verdorben auf dem Müll. Und es hat noch einen zweiten Effekt: Ich denke darüber nach, was ich aus so einer Kombination wohl kochen kann und ein neues Rezept entsteht…
  7. Alles selbst machen: Das sogenannte Convenience-Food ist zwar bequem, aber nicht unbedingt ideal in der Zusammenstellung (auch wenn auf Chemie verzichtet wird). Ich rede hier nicht von Fertiggerichten, sondern bereits von „einfachen“ Produkten wie Brühwürfel, Soßen, Puddingpulver, Gewürzmischungen… Meist enthalten sie mehr Salz, mehr Zucker und mehr Stärke als wir selbst verwenden würden. Also, heißt es in der Fastenzeit: Finger weg davon. Ein Buch, in dem solche Dinge aus den Grundzutaten komplett gekocht wird, nennt sich „Die Basis“ von Filip Verheyden und gehört zu meinen Lieblingskochbüchern.
  8. Kurz vor Ladenschluss einkaufen: Das ist doppelt gut – auf frische Zutaten bekomme ich Rabatt, weil es weg muss. Gleichzeitig landet es bei mir im Topf anstatt im Container hinter dem Lebensmittelladen.
  9. Deckel drauf: Am Ende noch ein Stromspar-Tipp – Solange man beim Kochen nichts reduzieren muss, geht alles schneller und effizienter, wenn der Deckel drauf bleibt…

Ich werde diese Liste erweitern, wenn mir noch Punkte einfallen.

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