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2011 hat der Dokumentafilm Taste the Waste für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Demnach landet die Hälfte der Lebensmittel im Müll – vieles bereits direkt nach der Ernte. Häufig sind Richtlinien und Gesetze schuld daran. Oder das berüchtigte Mindesthaltbarkeitsdatum. Glaubt man einer Studie der Uni Stuttgart für die Bundesregierung, summiert sich die Menge der Lebensmittel im Müll für Haushalte auf etwa 6,5 Millionen Tonnen Lebensmittel. Das ist mehr als in der Gastronomie oder im Handel. Also: Diesmal sind wir die Bösen!

Hier habe ich meine Tipps und Tricks zusammengestellt, was ich mache, bevor etwas verdirbt, wenn ich Lebensmittel nicht direkt zum Kochen benötige (die Liste wächst weiter. Ich beschränke mich auf Möglichkeiten, die jede Küche bietet: also Herd, Ofen und Kühlschrank/Eisfach. Trocknen, räuchern etc. lasse ich mal außen vor.

Fleisch: Bevor es schlecht wird, zum Braten vorbereiten (also schneiden, marinieren und einfrieren, funktioniert zum Beispiel mit Hühnchenspießen oder Steak.

Braten: Bratenreste zu einem Salat verarbeiten oder in Scheiben einfrieren.

Hackfleisch: Bolognese daraus kochen. Danach ist sie im Kühlschrank noch ein bis zwei Tage problemlos haltbar; oder Sauce einfach einfrieren.

Fisch: Mit einer Sauce oder in einem Curry zubereiten und einfrieren. Auch Suppe bringt einige Tage und kann eingefroren werden.

Muscheln: Am nächsten Tag aufkochen (wichtig!) und als Suppe essen (je nach Sorte können sie jedoch zäh werden)

Mango: pürieren und für Desserts, Currys oder Thaisuppen weiterverarbeiten. Ansonsten einfrieren.

Obst: gekocht einfrieren für Pürees. Oder mit Zucker und Vodka als Likör ansetzen.

Vanilleschoten: leere Schoten in kleinere Stücke schneiden und in Zucker einlegen. Nach einigen Tagen ist der Vanillezucker ohne künstliches Aroma fertig.

Zitronengras: In zwei bis drei Zentimeter große Stücke schneiden und einfrieren. Zwei bis drei Stücke mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten für einen frischen Tee ziehen lassen.

Brötchen und Croissants: ganz hart werden lassen. Gerieben als Panade weiterverwenden und zu „Ofenschlupfern“ weiter verarbeiten.

Brot: Solange es noch gut ist, in Scheiben schneiden und einfrieren. Dann kann es in der Wunschmenge aus der Tiefkühle genommen werden. Langsam auftauen lassen oder überbacken. Körnerfreie Sorten können als Paniermehl weitergenutzt werden. Vollkornsorten taugen nicht, weil der Keim mit seinen Ölanteilen ranzig wird.

Frühlingszwiebeln: Fein schneiden und einfrieren. Danach bei Bedarf einfach portoniert weiterverwenden.

Frische Kräuter: Klein hacken und möglichst trocken einfrieren. Oder ein Pesto mit Parmesan und Pinien-, Sonnenblumenkernen oder Walnüssen machen.

Parmesan: Pesto selber machen (z.B. mit den frischen Kräutern von oben)

Karotten: Blanchieren und einfrieren.

Gemüse: Schneiden, blanchieren und einfrieren für Saucen. Alternativ zu Gemüsesuppen verarbeiten, ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Pilze: in Scheiben schneiden und einfrieren. Danach für Suppen und Saucen-Einlagen nutzen.

Chillies: Fein hacken und mit etwas frischem fein gehackten Knoblauch in Essig/Zitronensaft und Öl einlegen – Zum Schärfen von Pasta und Pizza.

Schokolade: zum Backen nehmen

Milch: Milchreis oder Pudding kochen. Damit gewinnt man wieder ein paar Tage. Noch mehr geht mit selbst gemachtem Eis.

Weitere Tipps gibt es auch bei meinen Fastenregeln.

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