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Pasta mit Sauce ist für mich immer die Lösung, wenn es schnell gehen muss – und funktoiniert auch dann, wenn man nicht viele Zutaten im Haus hat. Auch für die (Halb)Marathonvorbereitung ist ist eine Extraportion Kohlehydrate immer gern willkommen. Dafür habe ich einige Extra-Tipps zusammengestellt.

Hier gibt’s einige Pasta-Saucen und Tipps. (Insofern ist der Titel „Pasta-Geheimnisse“ nicht ganz passend, ich fand ihn aber als Analogie zu den beliebten „Pizza-Geheimnissen“ und anderen Geheimnissen unwiderstehlich).

1. Die Luxus-Basis: Whiskeysauce

Diese nach klassischem Rezept reduzierte Sauce ist eine aromatisch-kräftige Basis, die man mit Rindfleisch und dicken Pasta-Varianten (z.B. Tortiglioni oder Macaroni) kombinieren kann. — ist aber noch nicht richtig Fast Food.

2. Der Klassiker: Bolognese

Auch wenn eine Bolognesse besser wird, wenn man ihr Zeit gibt, ist die schnell produzierte Variante (alles anbraten, aufkochen, Pasta dazu) ein echtes Fast Food Rezept – passt zu allen langen Pasta-Varianten.

3. Der Ristorante-Kult: Pasta aus dem Parmesan-Laib

Fein und einfach ist das Showrezept einiger Ristorante: Spaghetti aus dem Parmesan-Laib. Nun hat man so ein stolzes Teil Hartkäse nicht immer zu Hause und noch weniger lohnt es sich im kleinen Kreis damit zu kochen. Hier die Variante für zu Hause für zwei:
– Parmesan
– eine kleine Zwiebel, eine Knoblauchzehe
– Frischkäse
– Sahne
– Oregano, Salz und Pfeffer
– Lieblicher Weißwein

Pasta kochen, gleichzeitig mache ich die Sauce fertig:
Fein gehackte Zwiebel und Knoblauch in Olivenöl andünsten und mit Weißwein ablöschen und reduzieren. Frischkäse (1-2 Esslöffel) und fein geriebenen Parmesan einrühren, leicht weiterköcheln lassen. Fertige Pasta dazugeben und mit Sahne, weiterem Parmesan vermengen. Mit Salz, Oregano und Pfeffer abschmecken.

Mit frischen Kräutern, gehobelten Trüffel oder Rucola verfeinern.

Für eine aromatischere Variante ersetze ich den Wein durch Vermouth (Martini).

Ähnlich ist auch meine Käsesauce mit Frischkäse oder Gorgonzola. Hier könnt Ihr abstimmen, was Euch besser schmeckt:  

4: Weniger ist mehr: Steinpilz-Sauce

Manche Zutaten haben so ein herrliches Eigenaroma, dass sie kaum Gewürze benötigen. So mache ich meine Steinpilz-Sauce:

Zutaten für ca 200 gr Pasta (z.B. Farfalle, Gnocchi):
– ein bis zwei Handvoll getrocknete Steinpilze
– etwas („alkoholfreies“) Bier (ich hatte noch was von meinem letzten Test übrig)
– zwei Zehen frischer Knoblauch (sonst eine Zehe)
– eine Frühlingszwiebel
– zwei Esslöffel Frischkäse (mein aktueller Favorit, weil herrlich cremig und fein ist der Andechser Natur mit etwas Joghurt)
– Sahne
– 3-4 Wacholderbeeren, möglichst weich
– Palmzucker
– Tomatenmark
– Salz und Pfeffer, etwas Paprikapulver

Getrocknete Steinpilze kurz abspülen. Etwa 300 ml Wasser aufkochen und die Pilze damit aufgießen.
Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Frühlingzwiebeln schneiden.
Nudelwasser aufsetzen und Pasta kochen.
In einer trockenen weiten Pfanne die Knoblauchscheiben anrösten. Regelmäßig schwenken und etwa dieselbe Menge Palmzucker zugeben. Ein bis zwei Esslöffel Tomatenmark dazu geben und mit etwas Pilzsud (bis der Pfannenboden bedeckt ist) vermengen. Wacholderbeeren dazugeben und weiterköcheln lassen. Immer wieder Sud nachgießen. Später einen guten Schuss Bier und den Frischkäse dazugeben.
Pilze etwas zerkleinern und kurz mitkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wenn die Pasta fast al dente ist, gebe ich sie mit den Frühlingszwiebeln zur Sauce. Mit Sahne aufgießen, vermengen und servieren.

5. Fisch und frisch: Lachs, Tomaten, Rucola

Für feinere Pasta-Varianten (Tagliatelle, gefüllte Pasta…) passen Varianten ganz gut, die mit frischen Varianten arbeiten – erst am Ende kommen sie in die Sauce, damit sie heiß werden, aber nicht garen.

Und nun doch noch einige Pasta-Tipps

1. Für einen Überblick über Varianten und Namensbedeutungen (inkl. Bildern) ist der Eintrag bei Wikipedia nicht schlecht.

2. Wenn man frische Pasta nimmt, schmeckt alles nicht nur besser, sondern geht noch schneller. Denn frische Pasta muss nur wenige Minuten ins Wasser. Viele Supermärkte haben sie mittlerweile in ihren Kühlregalen. Bei der Pasta-Kette Vapiano kann man die frischen Nudeln auch zum Selberkochen portionsweise nach Hause nehmen – ohne das dort mittlerweile übliche (und von mir gehasste) Warten und den Lärm.

3. Al Dente: Pasta zieht nach; darum nehme ich sie aus dem Wasser, bevor sie die gewünschte Bissfestigkeit haben. Die bekommen sie, wenn sie noch aufs Servieren warten müssen, oder in die Sauce kommen und dort heiß gestellt werden.

4. Kräuter sind das Letzte: Wenn Pasta und Sauce im Topf bereits zusammen gerührt werden, schmeckt alles frischer, wenn Sahne (falls benutzt) und frische Kräuter erst ganz Ende dazu kommen. Das gilt auch für frische Tomaten oder Rucola.

5. Parallel kochen: In den kochenden Pasta-Topf können auch feine Karottenstreifen oder Broccoli-Röschen gleich mitgekocht werden. Am Ende kommen sie zusammen mit der Pasta in die Sauce.

6. Wasser und Salz: Der Topf eher zu groß, das Wasser eher zuviel. Wenn man dann eher einen Löffel Salz mehr als weniger dazu tut, das Wasser wild sprudeln lässt, bevor es gesalzen wird und ERST DANN die Pasta dazugibt, kann nichts mehr schief gehen.

Ihr wollt es alles mal selbst machen? Dann habe ich hier ein Basisrezept für gefüllte, selbst gemachte Pasta.

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