Schlagwörter

, ,

Okay – die Überschrift erschließt sich nicht sofort. Doch die Auflösung ist einfach: Heute habe ich mein erstes Sushi selbst gemacht – aber nicht mit Fisch, sondern mit dem ersten Rhabarber der Saison – und in süß.

Um genau zu sein, waren es Nigiri Sushi – also die Dinger, auf den üblicherweise ein Streifen Fisch auf einem Schlacks Reis ist. Die Ursprungsidee für meine Rhabarber-Nigiri habe ich aus dem Heftchen einer Krankenversicherung (die übrigens online vor dem Verzehr von Rhabarber warnt – wegen Nierensteinen und Zahnschäden – herrlich!). Statt Fisch nehme ich Rhabarber-Streifen, statt Sushireis kommt Milchreis in den Topf.

Mengen für ca 8 – 10 Nigiri Sushi:

Milchreis:
– ca. eine Hand Milchreis
– 300 ml Milch
– etwas Butter
– ein bis zwei Teelöffel Vanillezucker
– Prise Salz
– Zwei Bissen Banane

Butter im Topf auflösen, Reis dazu und mit Milch aufkochen. Zucker und Salz dazu. Unter Rühren aufkochen und sobald die Menge kocht, auf die niedrigste Stufe runterdrehen und heiß ca. 20 min fertig ziehen lassen. Ab und zu gut durchrühren. Am Ende Banane mit einer Gabel zerquetschen und unterrühren (Banane kann man auch weglassen). Abkühlen lassen.

Rhabarber-Streifen:
– drei bis vier Stangen Rhabarber (optisch am schönsten sind rotfleischige Stangen, ich hatte nur die grünlichen)
– Rohrzucker
– Rotwein
– ggf. etwas Granatapfel-Sirup

Rhabarberstangen schälen und in dünne Streifen (Länge 3-5 cm oder gleich in die ganze Länge des Nigiri) schneiden. Im Wein mit Zucker (Menge nach gewünschter Süße) und Sirup einige Minuten köcheln lassen. Streifen aus dem Sud nehmen und abkühlen lassen.

Wenn der Milchreis und die Rhabarber-Streifen abgekühlt sind, aus dem Reis die Portionen formen und auf einem Brett oder Teller legen. Danach die Streifen Rhabarber über den Reis legen. Kalt stellen und als Dessert servieren (am besten natürlich mit Stäbchen!) – die „Mitesser“ wundern sich erst, lachen dann und schlagen am Ende ungebremst zu…

P.S.: Mit dem Sud kann man später Rhabarberkompott kochen: Einfach Rhabarber in Stücken darin weich kochen – mit Zucker oder Sirup eventuell noch nachsüßen und mit Zimt oder Nelke abschmecken.

Advertisements