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Trocken oder nicht? Die Frage bestimmt heute mein neues „Versus“. Es ist Spargelzeit – und als Wein gehört ein Silvaner aus Tauberfranken dazu. Aber welcher soll es sein? Ein kantig-trockener? Oder ein sommerlich-runder mit mehr Restsüße?

Am Wochenende hatten wir schon mal ein bisschen vorgetestet. Ohne dass es repräsentativ sein soll, hat sich tendenziell eine Männchen-Weibchen Unterscheidung herausgestellt. Ich bin gespannt auf euer Urteil.

Und hier die beiden Duellanten – beide stammen aus dem aktuellen Jahrgang meines Heimatweinguts:

Markelsheimer Propstberg Silvaner Kabinett trocken 2011:

Ein typischer tauberfränkischer Silvaner: frisch, trocken, direkt, ehrlich – ohne Schnickschnack (ja, das ist kein Begriff aus dem Aromarad) – für Spargel und zum Grill, wenn es warm wird – nicht mehr und nicht weniger. Allein aus persönlich-historischen Gründen konnte ich diesem Wein nicht widerstehen: Ich steckte meinen Zinken ins Glas und der Duft der Blume war so, wie ich ihn im Kopf hatte, als ich vor Jahren als Steppke mit meinem Vater beim Weinkauf zum ersten Mal die Keller betrat. Alkoholgehalt: 12,0% vol. Säure: 5,5g/l Restzucker: 4,1g/l

Markelsheimer Propstberg Silvaner Kabinett 2011:

Wem die trockene Variante zu frisch und direkt ist, bietet sich die blumg-harmonische Variante an. Funktioniert genauso zu Spargel und gefällt denjenigen eher, die sonst eher aromareichere Weine oder Rotweine trinken. Beim ersten Spargelessen der Saison werde ich beide anbieten. Alkoholgehalt: 11,0% vol. Säure: 5,7g/l Restzucker: 13,9g/l

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