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Linsen mit Spätze und SaitenLinsen mit Spätzle und Saiten (in anderen Regionen Wiener oder Frankfurter Würstchen genannt) sind eines der „Nationalgerichte“ der Schwaben und deren nudel-liebenden Randvölker, zu denen ich mich auch zähle. Meine Variante der kulinarischen Heimaterinnerung mit internationalen Anklängen verrate ich hier.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 2 bis 3 Hände voll Tellerlinsen (es gehen aber auch alle anderen Sorten. Optisch macht eine Mischung aus schwarzen und roten richtig was her)
  • 2 bis drei mittelgroße Karotten
  • eine mittelgroße Zwiebel
  • 30 bis 50 gr Speck
  • Ein Brühwürfel ohne Geschmacksverstärker
  • Aceto Balsamico
  • 1 bis 2 Esslöffel saure Sahne
  • Ein Schuss Rotwein
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • eine Teelöffel Kümmel
  • Currypulver
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • Rapsöl und Kürbiskernöl
  • ca 400 gr frische Spätzle
  • 2 Paar Saiten

Wichtige Vorbereitung: Bereits am am Vorabend lasse ich die Linsen in Wasser quellen. (Doppelte Menge Wasser wie Linsen)

Zubereitung

  • Karotten und Zwiebeln fein hacken
  • Im trockenen Topf auf der heißen Herdplatte Pfeffer mit Speck kurz anrösten und aus dem Topf nehmen.
  • Danach darin in einer Mischung aus Kürbiskern- und Rapsöl Zwiebeln, Kümmel und Karotten andünsten.
  • Linsen dazugeben und langsam mit Wasser, Brühwürfel, Aceto Balsamico und einen Schuss Rotwein aufgießen und ca 20 min köcheln lassen.
  • Währenddessen Tomatenmark dazugeben und mit Balsamico, Salz, Pfeffer, Currypulver und Zucker abschmecken, bis die gewünschet Säure, Süße und Schärfe erreicht ist
  • Am Ende saure Sahne unterrühren und sobald es nicht mehr kocht, Würstchen dazu geben (die Würstchen platzen auf, wenn es kocht!) – Deckel drauf und warmhalten.
  • Jetzt Spätzle zubereiten (selbst gemacht erzähle irgendwann später einmal): In der Diaspora bediene ich mich aus dem Kühlregal – leicht zu bekommen sind etwa die Bio-Spätzle von Rewe. Die schmecken noch am ehesten, wie ein (Rand)-Schwabe es von zu Hause kennt. Ein weiterer Vorteil der Frisch-Nudeln: Die müssen nur zwei Minuten in sprudelnden Salzwasser kochen und können dann mit ein bisschen Butter dran sofort serviert werden.

Für die vegetarische Variante einfach den Speck und die Würstchen weglassen. Für die Würstchen gilt: Nur freilaufende vom Metzger verwenden – und bloß keine Massenware aus dem Glas namens Bockwürstchen …. uargh!

Noch ein Tipp: Ich koche gerne etwas mehr Linsen. Man kann sie problemlos noch im Kühlschrank aufbewahren, und dort ziehen sie noch einmal schön durch. Oder ich püriere den Rest grob und mache Linsensuppe am nächsten Tag.

Guten Appetit

*Für alle, die es nicht verstanden haben: „Heute gibt es Linsen mit Eiernudeln“ 😉

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