Schlagwörter

, , ,

Hähnchenflügel oder Hähnchenkeulen lege ich gerne in eine selbstgemachte Marinade ein – das ist einfacher, als man denkt. Und man braucht dazu auch keine überteuerten vorbereiteten Marinaden, wo man sich nicht sicher sein kann, was wirklich drin ist.

Zutaten (reicht für 15 bis 20 Hähnchenkeulen)

  • Saft einer Limette oder Zitrone
  • Einige Scheiben Limette
  • 30-50 gr Tomatenmark
  • 50 ml Ahornsirup, alternativ Rohrzucker
  • fein gehackte Schalotte
  • fein gehackter frischer Knoblauch
  • kräftiger Schuss Sojasoße
  • Paprikapulver
  • Zimt
  • Chilipulver
  • Salz
  • gemahlene Nelken
  • ein Schuss lieblicher Rotwein (kann man auch weglassen)
  • für den Rauchgeschmack, wenn man nicht Heißräuchern kann: Flüssigrauch
  • 3 bis 5 Esslöffel Sesamöl
  • 3-4 gequetschte Wacholderbeeren

Zubereitung (mindestens 2 Stunden vor dem Grillen das Hähnchen einlegen)

  • Alle Zutaten mit Ausnahme der Limettenscheiben und des Öls vermengen. Ich habe bei den Gewürzen bewusst keine Mengenangaben geschrieben. Hier variiere ich je nachdem, auf welche Geschmacksnote ich gerade Lust habe. Zu beachten: die gewünschte Geschmacksnote sollte in der fertigen Marinade etwas stärker herausschmecken, als man es später haben will, das Aroma verfliegt etwas. Ich selbst bin Fan der extremeren Aromen wie Zimt und Nelken, aber das ist nicht jedermanns/jederfraus Sache. Allgemein sollte die Marinade jetzt etwas saurer, süßer und schärfer sein, als man es später haben möchte. Eventuell mit Balsamico, Rohrzucker und den Gewürzen nachschmecken.
  • Anschließend Öl unterrühren
  • Jetzt das Hähnchen trockentupfen, leicht salzen und in einem verschließbaren Gefäß mit der Marinade übergießen, die Limettenscheiben dazu geben und noch einmal mit Paprikapulver nachwürzen.
  • Deckel drauf und gut schütteln. Mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Am Grill

Ein letztes Mal alles durchschütteln und es geht los:

Das einfachste ist es nun, das Hähnchen in der indirekten Hitze (zum Beispiel bei einem Kugelgrill) bei mittlerer Hitze durchgaren lassen.

Bei direkter Hitze müssen die Hähnchenteile regelmäßig (bei heißen Kohlen alle 2 bis 3 Minuten) zu wenden. Die Marinade enthält viel Zucker (Ahornsirup, Paprikapulver, Limettensaft), darum karamelisiert sie schnell und kann darum schwarz werden, bevor das Fleisch durch ist.

Am Ende ist das Hähnchen schön rotbraun, das weiße Fleisch schimmert an einigen Stellen durch. Und wer sich richtig viel Zeit (und wenig Hitze) gegönnt hat, stellt fest, dass sich an einzelnen Stellen das Fleisch vom Knochen zu lösen beginnt.

Die übrige Marinade verteile ich nach der ersten Runde Wenden über die Hähnchenteile, das intensiviert den Geschmack und das Fleisch bleibt saftiger. Wegen der Salmonellengefahr ist danach aber immer nötig, noch einmal komplett zu wenden. Bei direkter Hitze spendiere ich auch noch einmal einen Spritzer Flüssigrauch.

Noch zwei Tipps fürs direkte Grillen:

1. Wenn die Hähnchenteile eng auf den Grill gepackt werden, trocknen sie nicht so schnell aus (und beim Nachmarinieren tropft weniger auf die Kohle)

2. Wenn die Grillfläche groß genug ist, ist es einfacher, einen Teil der Fläche mit Kohle auszusparen (die sogenannte Safety Zone). Darüber ist es dann immer noch warm genug, damit das Fleisch durchziehen kann, ohne dass es zu schnell schwarz wird.

Und noch ein Tipp: Die Hähnchenteile lassen sich einerseits lange auf dem Grill halten (wenn die Hitze nicht zu groß ist) und sehr gut warmhalten, darum kann man sie gleich am Anfang grillen und dann nach Bedarf und Hunger servieren.

Advertisements