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Portion RindergulaschLeckeres vom Rind und schnelle Küche – das ist zunächst ein Widerspruch. Ein australischer Mitarbeiter der Deutschen Welle musste das in einem Selbstversuch feststellen: Schnell gebraten ist seine Rinderroulade „hart“ geworden.  Der Trick, wie ich trotzdem an etwas „Schnelles“ mit Rind komme, ist einfach: Vorratskochen. Während ich nebenbei etwas Frisches zubereite (zum Beispiel Pasta), kochen die Vorräte sich bei geschickter Vorbereitung von selbst. Darum gibt es ausnahmsweise die Mengenangaben auch nicht pro Portion.

Heute auf Vorrat: Rindergulasch.

Übrigens: Vorratskochen kann auch gemeinsam Spaß machen, wie die Männerkochrunde beweist.

Die Zutaten (für mind. 5 Portionen):

  • 1 kg Rindergulasch
  • 3 große Möhren
  • 2-3 Tomaten
  • 2 rote Paprika
  • 2 Zwiebeln
  • 3 Zehen frischer Knoblauch
  • ca eine Handvoll Selleriewurzel
  • Salz
  • etwas Vanillezucker
  • süßes Paprikapulver
  • Senf
  • gemahlene Chilis
  • Salz
  • Wacholderbeeren
  • Pimentkörner
  • bis zu 0,75 l Rotwein
  • etwas Sahne
  • Sonnenblumenöl

So geht’s

Hinweis zum „begleitenden Vorratskochen“: Bevor man das aktuelle Gericht beginnt, fange ich mit dem Gulasch an:

Rindfleisch trocken tupfen und in einer Mischung Senf, Salz und einer Prise Vanillezucker wenden. Zwiebeln in Streifen schneiden, Knoblauch halbieren, Möhren, Sellerie und Paprika und Stücke schneiden – etwa so groß wie die Gulaschstücke.

Fleisch in einer tiefen, großen Pfanne in Öl (Boden komplett mit Öl bedeckt) scharf anbraten, nach dem ersten Wenden Zwiebeln, Knoblauch, Piment und Wacholder dazu, nach dem zweiten Wenden das das grob zerkeinerte Gemüse. Nochmals wenden und dann auf mittlere Hitze zurückdrehen. Mit einer 3/4 Flasche Rotwein ablöschen und soweit zurückdrehen, dass alles noch leicht köchelt. Tomaten halbieren und in die Pfanne geben. Etwas salzen, Paprikapulver dazu und Deckel drauf. Bei kleiner Hitze weiterköcheln lassen.

Jetzt wechseln wir zum eigentlichen Gericht, während unser Vorratsgulasch ein bis zwei Stunden vor sich hin simmert.

Holzlöffel mit RindergulaschFrühestens nach einer Stunden fische ich das Fleisch aus dem Sud und stelle es mit Paprika bestäubt zur Seite. Wenn möglich, lasse ich alles aber über Nacht ruhen – das zieht Arom und macht das Fleisch vollends mürbe (aber kühl stellen). Danach wird die Sauce entweder passiert oder püriert. Dabei beachten:

  • Passieren: Alles kann in den Sieb und durch gedrückt werden. Dann wird die Sauce feiner und klarer. Eventuell muss sie weiter eingekocht oder eingedickt werden.
  • Pürieren: Vorher Tomatenschalen (darum nur halbieren!) und Wacholder und Piment heraus picken), dann pürieren. Macht eine mächtige, sämige, aber auch dicke Sauce.

Ab jetzt ist es Fast Food

Diese Saucenbasis geben wir mit dem Fleisch zurück und kochen das mit Wein auf, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Je nach gewünschter Schärfe gebe ich jetzt gehackte Chilis dazu (je länger Chilis kochen, desto mehr Schärfe geben sie an die Sauce ab). Mit Senf, Salz, Pfeffer, Paprika, Wein (evtl. noch etwas Vanillezucker) und Sahne abschmecken. Vor allem wenn das Gulasch über Nacht ruht und zieht, ist das Fleisch jetzt so zart, dass man es mit der Gabel zerteilen kann. Jetzt nur noch die gewünschte Beilage dazu (Spätzle, Salzkartoffeln oder Reis), ein knackiger Salat und schon ist alles servierfertig.

Das Gulasch selbst kann ich problemlos einfrieren, einkochen (in diesem Fall empfehle ich ohne Sahne) oder im Kühlschrank einige Tage aufbewahren. Guten Appetit!

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