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Ich gebe zu: Ich bin kein Bäcker. Aber einmal im Jahr mache ich eine Ausnahme: In der Vorweihnachtszeit zum traditionellen Männerbacken.

Was ist das denn? Eine Truppe schwerst engagierter Laien besorgt sich die Zutaten für zwei bis drei Sorten Plätzchen und backen einen Nachmittag zusammen. Frauen und Fans sind gerne willkommen – Vor Ort ist ihre ehrenvolle Aufgabe, sich und die Bäcker mit Kölsch, (Glüh)Wein, Punsch sowie angenehmer Unterhaltung zu versorgen. Am Ende verteilen wir die gebackenen Köstlichkeiten in die mitgebrachten Dosen. Samstag ist dabei ein sehr guter Tag: Notfalls können kurzfristig noch einkaufen und am Ende sind alle fix und fertig zur Sportschau mit Bratwurst-Grillen als Ausklang.

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Die Plätzchenauswahl 2012:

Ausstecher:

  • 1000 gr Mehl
  • 500 gr Butter
  • 400 gr Zucker
  • 5 Eier (oder 12 Eigelb)
  • geriebene Zitronenschale einer halben Zitrone
  • 2 Prisen Salz

Aus den Zutaten Teig kneten, ausrollen und ausstechen und auf das Backblech legen. Nach Wunsch verzieren (Eiermasse – oder mit dem verbleibenden Eiweiß bestreichen, Streusel, Kuvertüre etc…) … und ab in den Ofen (vorgeheizt auf 180 Grad), bis sie hellgolden sind (nach etwa 5 Minuten). Bitte bei den Zeiten unsere Anmerkung unten beachten.

Vanillekipf:

  • 600 gr Margarine
  • 800 gr Mehl
  • 340 gr gemahlene Mandeln
  • 200 gr Zucker
  • 1 Ei
  • 8 Vanillezucker
  • 1 Vanilleschote
  • Puderzucker

Aus Margarine, Mehl, Mandeln, Ei und Zucker Teig kneten. Kalt stellen. Puderucker, Vanille und Vanillezucker mischen. Teig zu einer höchstens 1 cm dicken Rolle formen und daraus ca 2-3 cm lange Kipferl formen… und ab in den Ofen (180 Grad). Danach sofort in der Vanillezuckermischung schwenken (Vorsichtig, die Teile sind sehr lecker zart und zerbrechlich). Dauert rund 7 Minuten.

Da wir uns mit der diesjährigen Backrunde beim „Plätzchenroulette“ der Schlaraffenwelt (mein erstes „Blog-Event“) mitgemacht, haben wir diese Menge nochmals um ein Drittel erhöht. Beim Ei haben wir noch einen Esslöffel des verbleibenen Eiweißes dazugebenommen. Das Plätzcenroulette-Prinzip ist folgendes: Wir verschicken Plätzchen und bekommen dafür andere. So gibt es die kommenden Tage noch einmal fünf Sorten oben drauf!

Husarenkrapfen

  • 1-2 Vanilleschoten
  • 400 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 4 Eigelb
  • 600 g Mehl
  • 200 g gemahlene Nüsse
  • Konfitüre/Gelee (wir haben Weingele, Holundergelee und Wildkirschmarmelade verwendet)
  • Puderzucker

Vanille, Butter, Zucker, Eigelb, Mehl und Haselnüsse mischen. Teig für 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Teig zu einer Stange (Durchmesser ca 2 cm) rollen, daraus ca 1 cm dicke Scheiben abschneiden. In der Mitte eine kleine Kuhle drücken und mit Gelee füllen. … ab in den Ofen. Mit Puderzucker bestreuen. Etwa 10 Minuten bei 180 Grad.

Über die Lieblinge könnt ihr auch hier abstimmen:

Dazu gab es einen Glühwein Rosé mit Hagebuttenlikör, einen Fruchtpunsch mit Kürbis und einen „gelben“ Glühwein.

Außerdem noch einige Tipps und Erfahrungen:

  1. Wenn der Ofen einige Stunden gelaufen ist, schwankt häufig die Hitze, daher nicht auf die Uhr sondern besser in den Ofen schauen.
  2. Die Mengen oben sind schon mindestens verdoppelte Mengen. Der Engpass wird der Backofen. Man braucht hier mindestens einen halben Tag (ohne große Pausen). Danach verliert man auch langsam die Lust. Darum wollen wir nächstes Jahr Sorten wie Spitzbuben integrieren, die auch noch Arbeitsschritte nachdem Ofen beinhalten, um etwas zu entzerren.
  3. Empfehlenswert ist in jedem Fall Umluft, dort spielt damit kann man mehrere Bleche gleichzeitig backen (braucht dann nur etwas länger).
  4. Und wieder war die begleitende Versorgung mit Glühwein, Punsch, Kölsch und Grillwurst eine gute Idee. Vor allem in der zweiten Backhälfte das Herzhafte.
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