Schlagwörter

, , , , , , , , , , , ,

In den vergangenen Monaten ist mehrfach über die Menge an Lebensmitteln diskutiert und berichtet worden, die im Müll landen. Auch bei Viva Culinaria war es ein Thema – etwa zum Start des Dokumentarfilms Taste the Waste – mit verschiedenen Tipps, wie man Reste lecker verwerten kann.

Die Macher haben im November auch ein Kochbuch herausgebracht.

los geht es bereits beim Anbau, Zucht und Fang, wie etwa der Fischfang zeigt, wo zuviel gefangene Fische tot über Bord und nicht in die Markthallen gekippt werden. Rechtliche Regelungen wollen es so.

Hier eines meiner Rezepte aus Resten, das sich schön variieren lässt. Es handelt sich dabei um Zutaten, die häufig beim Kochen, Brunchen oder Backen über bleiben:

Deftige Räucherfisch-Suppe

Zutaten: (Ich schreibe diesmal bewusst keine genauen Mengen – sie hängen von der Menge der Reste ab und passen auch in unterschiedlichen Anteilen zusammen)

  • Suppe mit Kräuterngekochte Kartoffeln
  • Suppengemüse wie Karotten, Sellerie, Zwiebeln
  • Räucherfisch (z.B. Lachs, Aal. Forelle)
  • Eigelb (bis zu ein Eigelb pro Portion)
  • Kräuter (Petersilie, Dill, Salbei, Koriander…)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Wasser, Milch oder Suppenbrühe
  • Sahne, Schmand oder Frischkäse

Zubereitung:

  • Kartoffeln mit Wasser, Milch oder Suppenbrühe aufkochen (eventuell Genüse dazu) – pürieren
  • Eigelb schaumig schlagen und löffelweise von der Suppe unterrühren, bis die Menge verdoppelt ist.
  • Eigelb-Suppen-Gemisch in den Suppentopf rühren
  • Fisch klein teilen, Kräuter und Gemüse klein hacken und in den Suppentopf
  • Mit Sahne/Schmand/Frischkäse und Gewürzen abschmecken

Weitere Reste vorhanden? Mit Nudeln, Reis, Pilze, Schinken-/Wurststreifen oder anderem Fleisch lässt sich hier auch etwas zaubern – oder vielleicht mit einem Rest Wein oder Sektresten aufkochen?

Macht warm an diesen kalten Tagen!

Erfolgreiche PR zum Thema!

Seit wenigen Wochen gibt es foodsharing.de, eine Plattform, die helfen soll, Lebensmittel zu teilen und damit ebenfalls Reste zu vermeiden. Anfang Januar kam außerdem der Fleischatlas (pdf) der Heinrich-Böll-Stiftung und des BUND heraus. Er blickt hinter die Kulissen der Fleischindustrie und ihrem riesigen Aufwand. Die Öffentlichkeitsarbeit zu diesen Themen ist immer ein Riesenerfolg gewesen, quer durch die Medienlandschaft wurde berichtet. Ob und was sich tatsächlich ändert, bleibt (derzeit) offen. Bei Eiern brauchte es bekanntlich mehrere Dioxin- und Futterskandale, bis endlich Bio-Eier gekauft wurden.

Thematisch passende Kochbücher – eine Auswahl

Tim Mälzer, Greenbox (2012)

Dagma von Cramm, Das grüne nicht nur vegetarische Kochbuch (2012)

Thomas Riederer, Nur der Idiot wirft’s weg (2011)

Patrik Jaros / Günter Beer, Das Nichts Wegwerfen Kochbuch (2004)

Advertisements