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Zimt, Nelken, Lorbeer … dazu Knoblauch und Pfeffer. Was wie eine verkorkste Lebkuchenwürzmischung klingt, macht bei der Slinziga ein kräftiges Aroma.

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Sli…was? Slinziga ist ein traditionelles Trockenfleisch – meist vom Rind – aus Graubünden (Schweiz) Südtälern und dem Veltlin (Italien). Etwas bekannter sind die die beiden Varianten „Bresaola“ – dem luftgetrockneten leichteren italienischen Rinderschinken – sowie dem etwas festeren „Bündnerfleisch“ – ebenfalls vom Rind. Alle drei haben ihren Ursprung im 16. Jahrhundert, als beide Regionen noch unter der Herrschaft des Freistaats „Drei Bünde“ standen. Wenn man so will ein Vorläufer des – vor allem an der Ostküste der USA – immer beliebten Steakvariante Dry Aged Beef.

Slinziga-3Mein letztes Stück Slinziga war wie die Salsiz eine Privatlieferung aus dem Schweizer Puschlav. Was macht man nun mit so einem feinen Stück?

Hier einige Vorschläge

Eine Adaption der Carpaccio di Bresaola: Slinziga dünn aufschneiden,  mit kräftigem Olivenöl und Zitronensaft beträufeln und pfeffern. Feine Parmesanhobel und Rucola darüber.

Meine Thai-Allgäuer Vorspeisenvariante eines Vitello Tonnato wird alpin: Einfach das Rauchfleisch gegen feine Slinziga-Scheiben austauschen.

Die Scheiben lassen sich überall dort verwenden, wo ich sonst mit Serrano oder Parmaschinken arbeite – das Gericht wird dann würziger und eleganter. Darum passt es auch sehr gut zu meinem Paprikakeulen aus dem Römertopf.

Paprikakeulen fertig

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