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Oft sind es Kleinigkeiten, die Rezepte ausgefallen machen, ohne dass Kochen schwieriger wird. Reispapier ist so ein Beispiel. Man erhält es in jedem Asia-Supermarkt. Und man kann typisch deutsche Sonntagsgerichte wie Schweinelende damit aufmöbeln. Ich nenne es die „Wickel-Lende“ und variiere das Rezept gerne nach Saison und Zutaten.

Verraten habe ich es zum ersten Mal im Blog Männerkochrunde. Ich hatte dort die Ehre, dass Lasse mich als „kochender Kerl“ vorgestellt hat. Nach meinem Premierenbeitrag ist demnächst endlich mein nächster Beitrag fällig. Soviel sei verraten: Er kommt und passt zur Saison (wäre sonst ja auch nicht Viva Culinaria)

Lende-4

Zutaten

  • Schweinelende
  • (eckiges) Reispapier – üblicherweise braucht es für eine kleine Lende etwa vier Stück. Das Reispapier sollte reichen, das Fleisch anderthalb mal zu umwickeln und an den Enden etwa fünf bis sieben Zentimeter überstehen

Zwischen Reispapier und Fleisch wird die Lende gewürzt. Hier zwei Varianten:

  1. Drei bis vier Handvoll frische Spinatblätter (mögliche Stängel entfernen). Die Lende sollte damit komplett bedeckt werden können. Milde Curry-Mischung, mittelscharfer Senf und Paprikapulver, etwas Honig und Salz
  2. Eine Handvoll frische Salbeiblätter, Frühstücksspeck oder Parmaschinken, Salz und Pfeffer (Die Saltimbocca-Variante)

So geht’s

Lende waschen und trocken tupfen. Curry, Paprika und Salz zusammen mischen und das Fleisch damit einreiben. Honig und Senf zusammenrühren und das Fleisch ebenfalls damit einreiben. Für Variante 2 Fleisch einfach mit Salz und Pfeffer einreiben.

Das Reispapier einzeln in kaltem Wasser einlegen. Das geht auch nacheinander. Die Blätter auf einem feuchten Schneidebrett zum Wickeln der Lende auslegen: Sie sollten sich etwa ein bis zwei Zentimeter überlappen. Bei Bedarf mit der nassen Fingerspitze an den Rändern zusammenkleben.

Ofen auf 120 Grad vorheizen.

Für Variante 1: Das Reispapier mit Spinatblättern auslegen. Etwa drei bis fünf Zentimeter Rand lassen.

Für Variante 2: Stängel von den Salbeiblättern entfernen und auf dem Reispapier verteilen. Speckstreifen der Länge nach in Rollrichtung verteilen. Rand lassen.

Fleisch an einem Längsrand platzieren, die Reispapierenden rechts und links einschlagen und vorsichtig, aber möglichst eng einrollen. Wieder mit dem nassen Finger verkleben.

Lende im Ofen

In dieser Variante gart die Lende ohne Rost – das Reispapier weicht darum unten durch. Im kleinen weißen Schälchen ist Wein zum Aromatisieren.

In Sesamöl scharf jeweils wenige Minuten bei mittlerer bis großer Hitze von allen Seiten anbraten: Das Reispapier backt zusammen, bräunt sich, wirft Blasen und wird kross. Danach im Ofen bei 120 Grad auf einem Rost (damit es auch unten kross bleibt) in einer Schale etwa 30 bis 45 min fertiggaren lassen. Ich habe anfangs kein Rost benutzt, dann weicht das Reispapier unten durch und wird matschig. Eventuell läuft etwas Bratensaft aus, das macht aber nichts. Das Reispapier trocknet weiter ein, innen bleibt alles schön saftig. Zum weiteren Aromatisieren noch ein Schälchen mit kräftigem Weißwein wie Grauburgunder oder Gewürztraminer in den Ofen stellen. Das Reispapier nimmt die verdunstenden Aromen auf.

LendeZum Servieren die Lende in Scheiben schneiden. Ich bereite dazu gerne ein Risotto – hier lässt sich der übrig gebliebene Bratensaft unterrühren.

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