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Würzbutter-2Heute ist war in Köln Maggialarm. In einigen Stadtteilen roch es beißend intensiv und der Geruch erinnerte an Maggi – oder an Liebstöckel, das deswegen auch gerne als „Maggikraut“ bezeichnet wird. In Maggi ist übrigens kein Liebstöckel. Es ist lediglich der Aromastoff Sotolon, der bei beiden den typischen Geruch ausmacht. Bei Liebstöckel ist das Kraut selbst, bei Maggi kommt der Geruch durchs Fermentieren. In den Sozialen Medien sprechen wir ganz wild von der #Maggikalypse. Woher der Geruch kommt, ist noch nicht klar – angeblich von der Schälsick, der rechten Rheinseite. Mittlerweile ist auch die Herkunft des Geruchs in Köln klar: Bei einem Brand in einer Chemiefabrik in Neuss ist eben dieser Aromastoff ausgetreten.

Ich habe einen großen Stock Liebstöckel im Garten. Passend zur Ursachensuche in Köln stelle ich meine Würzbutter aus Liebstöckel vor.

Zutaten

  • 2 Teile Liebstöckelblätter (nur die Spitzen, braune Stellen vorher entfernen)
  • 1 Teile Rucola
  • 7 Teile Butter (nach Bedarf variieren)
  • etwas frischer Knoblauch
  • ggf. einen Schuss Rapsöl
  • einige Körner grobes Meersalz

Butter aus dem Kühlschrank und etwas weich werden lassen. Liebstöckelblätter, Rucola und Knoblauch fein hacken und mit Salz fein zermörsern (das grobe Salz macht das Zerkleinern einfacher). Butter untermengen, wer es etwas weicher möchte, gibt etwas Öl dazu.

Einen Tag kaltstellen und ziehen lassen. Lässt sich – ähnlich wie Pesto – einfach über frisch gekochte Pasta schmelzen. Oder zum Abschmecken von Saucen und Suppen verwenden. Oder für Grillfleisch…

Guten Appetit!

P.S.: Wenn man massenhaft Sotolon zu sich nimmt, riecht der Schweiß nach Maggi. Aber mit meiner Butter gelingt das noch nicht.

Würzbutter im Mörser

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