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1721 gibt Johann Theodor Jablonski sein „Allgemeines Lexikon der Künste und Wissenschaften“. Der Auflage von 1727 er darin ein

süszes kühlendes getränk nach türkischer und persischer art, in einfachster form aus einem aufgusz von wasser auf rosinen bestehend, weiter bereitet aus citronensaft, zucker und ambra oder auf mannigfache andre art, auch gefroren genossen. (730)

Die Gebrüder Grimm haben diese Beschreibung 150 Jahre später in ihrem Wörderbuch aufgegriffen. Die Rede ist von Sorbet, dass sich in vielen Küchen Europas heute findet. Häufig ist es als süßes Dessert bekannt, ursprünglich wurde es häufig als Zwischengang zur Anregung der Verdauung serviert, auch mit Kräutern – wie etwa heute beispielsweise Basilikumsorbet ein Revival erfährt.

Sorbet in Vinho Verde mit ErdbeereIch habe aus Rhabarber und etwas Erdbeere ein einfaches, sommerlich frisches Sorbet zusammengerührt.

Das sind die Zutaten
(je größer die Menge, desto besser lässt sich Sorbet herstellen, einfach die genannten Mengen vervielfachen)

  • 250 gr Rhabarber (idealerweise roter Rhabarber)
  • 150 ml Zuckersirup
  • einen Schuss Limettensaft
  • zwei bis drei Erdbeeren (Erdbeeren entwickeln in Kombination mit Rhabarber ihr Aroma sehr intensiv, darum braucht es kaum welche)

So geht’s

Rhabarber abziehen und klein schneiden. Mit Zuckersirup übergießen und ca eine Stunde ziehen lassen.

Weichkochen und am Ende die Erdbeeren und Limettensaft dazu. Danach alles durch einen Sieb in eine Edelstahlschüssel passieren.

Die Eismaschinenbesitzerinnen und -besitzer können die Masse jetzt einfach in die Eismaschine geben, bis sie cremig ist. Ansonsten kommt die Masse mit der Schüssel ins Eisfach und wird regelmäßig umgerührt, damit die Eiskristalle möglichst klein bleiben (und damit die Wirkung der Cremigkeit entsteht). Tipp: je weniger Masse, desto häufiger umrühren. Bei der oben genannten Menge ist ein Zehnminutenrhythmus ideal, länger als 30 Minuten sollten die Abstände nicht sein. Und wer zuviel Geld übrig hat, kauft sich einen professionellen Paco Jet (das war jetzt nicht ernst gemeint.)

Servieren durch Abstechen mit einem Edelstahl-Suppenlöffel oder einem Eisportionierer.

Übrigens: Man kann auch eine größere Menge auf Vorrat machen. Die flüssige Masse dann einfach einfrieren und dann die benötigte (harte) Menge antauen lassen, bis sie wieder fast rührfähig ist und dann das Rührprozedere beginnen.

Noch ein Macht-was-her-Angebertipp:

Als Aperitif oder Dessert gebe ich einen Löffel Rhabarber-Erdbeer-Sorbet in einen Sektkelch (hoch oder tief) und gieße mit etwas Vinho Verde oder leichten Prosecco auf, bis das Sorbet fast bedeckt ist. Als Deko eine Erdbeere und ein Blatt Basilikum. Und serviere mit Strohhalm und Macchiato-Löffel. Wenn es eher ein Aperitif-Getränk werden soll, serviere ich mit mehr Wein und im Weißweinglas.

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