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Mit den üppigen Ernten aus meinem Garten und meine Ansprüche an Fleisch hat sich mein Fleischkonsum deutlich gesenkt. Ganz ohne schlechtes Gewissen oder ideologische Vorgaben bin ich so mittlerweile bei ein bis zweimal die Woche angekommen.

Rinderfiletsteak mit HeudekoWeniger Geld gebe ich deswegen für Fleisch nicht aus. Meine Ausgaben sind gleich geblieben, weil ich stattdessen auf regionale Produktion ohne industrielle Haltung achte. Das kostet, aber das ist es mir wert. Für dieses Rezept habe ich ebenfalls tief ins Portmonee gegriffen: Es gab Rinderfilet vom Bio-Weiderind.

Ich hatte mir ein schönes Rezept vorbereitet – eine Premiere für mich. Doch sollte ich es wirklich wagen? Gerade bei teurem Rindfleisch zögere ich oft: Wenn mir ein Gericht nicht gelingt, würde ich viel Geld durch den Abzug jagen…

Doch das hier hat perfekt geklappt: Weiderind mit Weide.

Eine Tüte HeuZutaten (für zwei Personen)

  • Rinderfilet
  • zwei gute Handvoll Heu
  • einige Wacholderbeeren, zwei Lorbeerblätter, eine Schalotte, grobes Meersalz, Pfeffer, Rosmarinzweig

Aus dem Rinderfilet schneide ich zwei jeweils rund drei bis fünf cm dicke Stücke von 180 bis 200 gr. Wenn ich ein ganzes Filet mit Kopf und Ende habe: Der Rest hält sich in einer Marinade noch einige Tage, ansonsten einfrieren.

Heu mit warmen Wasser benetzen und auf eine Alufolie ausbreiten. Die Folie muss große genug sein, dass nachher das Heu mit dem Filet darin dicht eingepackt werden kann.

Heubett mit Zwiebekn und KräuternSchalotte klein schneiden und mit den anderen Gräutern auf dem Heu verteilen.

Die Filetstücke trocken tupfen und in einer heißen gusseisernen Rillen-Pfanne mit etwas Öl anbraten. Nach wenigen Minuten löst sich das Fleisch leicht vom Boden, dann wenden und salzen und pfeffern. Nochmals ein bis zwei Minuten braten. Alternativ geht das auf einem Grillrost mit großer Hitze. Wer gerne mit Musik kocht: Spätestens, wenn Numb von Linkin Park nach 3:08 Minuten zu Ende gerockt ist, sollte das Rind auf der anderen Seite liegen.

Rinderfilet auf dem HeuDie Filetstücke auf das Heu-Kräuter-Bett legen und alles gut verpacken. Auf Knoblauch oder andere Kräuter verzichte ich bewusst. Die Auswahl ergänzt die Heuaromen hervorragend, ohne sie zu überdecken. Bei 100 Grad im Ofen (oder bei indirekter Hitze auf dem Grill) etwa 20 Minuten garen. Anschließend noch einige Minuten ruhen lassen.

Aufpacken und mit frischen Kartoffeln oder Brot servieren. Das Heu geht noch als Deko.

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