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George Alexaner Louis heißt der jüngste Spross der englischen Königsfamilie. Er ist ein gutes Beispiel zu erklären, wie neue Cocktailrezepte entstehen. EIne Frage, die auch regelmäßig bei meinen Kursen kommt.

Die Geburt des Prinzen wurde mit viel öffentlichem Tamtam begleitet, auf Twitter beispielsweise gab es den vielgenutzten Hashtag #royalbaby. Und über all den wundersamen 140-Zeichen-Meldungen war ein kleines Hinundher mit dem von mir geschätzten @moltroff. 

Cocktailzutaten auf einer ArbeitsflächeWir stellten fest, dass es einen passenden Cocktail zur Geburt bräuchte, mit „gehörig“ Tiefgang, etwas mit Pflaume und was Weißem. Damit marschierte ich in die Bar – zum Experimentieren. Was typisch Englisches sollte dabei sein – also war Gin gleich gesetzt. Als Adaption mit Pflaumenwein und einem Schuss Sahne passte es aber nicht zusammen. Doch lieber mit Wodka ersetzen, nicht britisch genug? Ein Rum von einer ehemaligen englischen Kolonie – verschenkt. Dann war auch noch der Pflaumenwein aus.

Und dann zeigte sich, dass die klassischen Rezepte wieder mal die Grundlage für die besten Neukreationen sind. Ich schnappte mir den ur-englischen Martini aus fünf Teilen Gin und einem Teil trockenen Wermut und kombinierte ihn saisonal und (eher) frauentauglich mit Galiamelone. Püriert macht das dann auch die gewünschte weißliche Optik.

Cocktail mit DekoUnd so geht das #royalbaby zum Trinken:

Gin mit gekühlter Melone fein prüieren und auf ein Glas mit einigen Eiswürfeln abgießen. Den Wermut darüber und garnieren.

Garniert wird das Ganze mit einem Streifen Melone und einer Camparizitrone. Darauf hat mich Claudia Schmitt von foolforfood gebracht. Sie verteilte einen Link mit Sommercocktails aus der FAZ, darin auch ein Rezept aus einer meiner Kölner Top-Bars , der Capri Lounge, wo ein Gin Tonic mit marinierten Camparitronen garniert wird.

marinierte Zitronen mit CampariIch habe sie in einer einfachere Variante gemacht, indem ich die Zitronenscheiben auf einem flachen Teller direkt in Campari eingelegt und mit feinem Zucker bestreut habe. Eine Stunde bei leicht geöffnetem Ofen und 100 Grad kandieren lassen. Fertig. Ein schöner Farbklecks, der auch noch mal eine schöne herbe Note gibt.

Ich mache solche Cocktailkurse mit Basisrezepten und Variationen regelmäßig. Ineterssenten können sich einfach melden und wir basteln ihn individuell zusammen.

Ach ja, der Name des Cocktails ist

Kate’s Wool Bar.

Wortspielerei – dem Londoner Cockney nach empfunden – ist ja auch was sehr Britisches.

KatesWoolBar-3

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