Der kleine Jochen spültVor einigen Wochen hatte ich mal wieder eine Rezept mit Forelle veröffentlicht. Dabei hatte ich nicht verraten, dass die Forelle für mich ein sehr persönlicher Fisch ist. Forelle steht für mich für Heimat. Und damit reihe ich mich in die Blogparade von Katja Wenk zum Thema Heimat ein und folge einer Anregung von Peggy Schatz als Beitrag für den Süßwasserfisch-Events.

Ich bin im tauberfränkischen Weinort Markelsheim aufgewachsen. Das Kinderzimmer mit Blick auf die Weinberge und etwas mehr als einen Kilometer weiter eine kleine Forellenzucht mit zwei oder drei Zuchtteichen. Als Kind sind wir oft mit dem Fahrrad hin, um zu sehen, ob mal wieder einer der Jungfische es über die Bewässerung in den kleinen Bach geschafft hat. Und irgendwann war die Forelle der erste Fisch, der mit Augen statt in Quaderform auf dem Tisch kam.

Die Forelle war der Fisch, den man schnell mal geräuchert mit dem Fahrrad holen konnte oder sich sein Exemplar direkt aus der Wanne selbst auswählen konnte. (Und irgendwer meinte immer, er oder sie könne nichts esse, was einen mal angeschaut hätte).

SchnelleForelle-3Heute umfasst die Forellenzucht etwa zehn Teiche. Wenn ich hin und wieder zu Hause bin, führt mich meine Joggingstrecke vorbei, wo ich früher mit dem Fahrrad zur Schule gefahren bin. Dann kommen viele solcher Erinnerungen wieder.

Das bedeutet Heimat für mich: Nicht unbedingt ein Ort, den du liebst oder den du eigentlich nie verlassen wolltest, sondern ein Ort, dessen Erinnerungen einfach da sind, dessen Erlebnisse dich geprägt haben, ob du es wolltest oder nicht. Und auch, wenn du nicht mehr dort lebst, abschütteln und verleugnen lässt sich diese Prägung nicht.

Besonderes Merkmal: Herkunft.

Silvanerflaschen

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