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GinTonicSZ-3In der Ausgabe 32/2013 hatte das Süddeutsche Magazin verschiedene Variationen des Longdrink- (oder Highball-) Klassiker Gin Tonic zusammengestellt. Auf Twitter gab es darauf eine Diskussion, welche Gin-Sorten man für welchen Drink verwenden solle, denn die Rezepte sprachen allgemein von „Gin“.

Da das SZ-Magazin seine Beiträge aus der Printausgabe meist mit etwas Verzögerung online stellt, habe ich die Zeit genutzt, Gin-Empfehlungen für die verschiedenen Rezepte zusammenzustellen. Jetzt ist der Beitrag online. Und ich folge mit meine Empfehlungen. Ich habe mich möglichst auf einfach erhältliche Gin-Sorten konzentriert, nur ab und zu eine besondere Flasche, wenn es besonders passte. Schließlich will ich diejenigen, die neugierig die Rezepte ausprobieren, nicht tagelang auf Einkaufstour und in die Pleite jagen. Wer mehr über Gin-Spielarten wissen will, findet in meiner kleinen Warenkunde etwas. Der Vollständigkeit halber: Standardmäßig habe ich als Tonic Thomas Henry verwendet.

Gin and Tonic Espuma

Traditionelles Rezept – moderne Darreichung. Getreu der Molekularküche bleibe ich hier bei traditionellen Gin-Sorten und verwende einen der beiden Martini-Klassiker Tanqueray oder Beefeater. Beide können gut mit fruchtigeren Varianten im Espuma.

Gin and Tonic mit Zesten und Blüten

Hier konnte ich nicht anders und einer Empfehlung von Carmen im Metro Genussblog folgen und verwende den kanadischen Gin Ungava. Er erhält am Ende eine Infusion aus Blüten und Kräutern – darauf lässt sich mit Zesten und Blüten beim Mixen aufbauen (und die Farbe passt noch dazu).

Gin Tonic and Tea (GNTNT)

Zum traditionellen, hochwertigen Earl Grey packe ich einen ebenso traditionellen Plymouth Navy Strength. Zum Malventee tut es der spritzigere, zitruslastige Bombay Sapphire.

Ginmillo Tea

Das „Cold Drip“ Verfahren für die beruhigenden Kamillenaromen schreit förmlich nach der kühlenden Gurken- und Roseninfusion eines Hendrick’s. Diese Geschmackskombination hält schön gegen das heiße Tonic.

Frozen Gin and Tonic

Ich favorisiere das Gin Tonic Sorbet – oder als weitere Idee: Das Einfrieren in Eiwürfelbeutel. „Einen Doppelten, bitte“, bekommt da eine ganz neue Bedeutung. Schade, dass es bei Longdrinks nur die Menge des Basisalkohols beschreibt. Ach ja: Eingefroren wird das ganze mit Gordon’s in der Exportstärke von 47,3 % (in fast jedem Duty Free Shop erhältlich) – ein scharf-schlanker, direkter Gin.

Mit Schlehen aromatisierter Gin

Seit Mai gibt es vom Schwarzwälder Gin Monkey 47 eine Sloe Gin Variante. Wir verwenden darum für dieses Rezept den selbstaromatisierten Gin auf Basis des Monkey 47 Schwarzwald Dry Gin und vergleichen dann unser Produkt mit deren Schlehenvariante.

Brennnessel GNT mit Chartreuse-Espuma

Eine samtweiche Verlängerung zum Brennnesselaroma, das auch dem Chartreuse standhält und noch dazu eine Farbnote zum weißen Espuma gibt: Natürlich der Saffron, auch wenn heute nicht mehr alles Safran ist, was gelb-orange glänzt.

Prost zusammen.

Gin-8

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