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Der kleine Jochen klopft SchnitzelHeutzutage buhlen wir in sozialen Netzwerken mit ausgewählten Teilen unseres Lebens um Aufmerksamkeit – und Geheimdienste versuchen, diese Fragmente zu sammeln und wieder zusammenzusetzen. Da kommt von Genussgier eine Blogparade namens Futterparade daher mit der Bitte über Lieblingsgerichte zu bloggen. Ich möchte teilnehmen. Auf der Suche nach einem passenden Beitrag fällt mir auf: Ein einzelnes Lieblingsgericht habe ich nicht. Und ich stelle fest: Meine Favoriten reihen sich zu meiner kulinarischen Autobiografie auf. Das soll das Thema meines Beitrags für die Futterparade sein. Wohl den Geheimdiensten, die daraus eine Auswertung hinbekommen.

Ich stamme aus Süddeutschland. Bei meinen Eltern gibt es kein Frühstück ohne Brezeln und zur Krönung eines Wochenendes selbstgemachte Spätzle. Lieblingsgerichte sind daraus erst in der rheinischen Diaspora geworden, weil es nirgendwo gute Brezeln gibt. Wenigstens gibt es gute Schnitzel, das verbinde ich mit Omas Küche.

Ich verbinde viele Orte mit einem Gericht. Sie sind Erinnerungen auf Tellern. Da gibt es die saftig gebratene Scholle im Fischrestaurant an der Ostsee oder der selbstgefangene Knurrhahn. In New York ist es der Burger. Die Schweiz ist Risotto, Irlands Westküste Lachs und Ghana ein Reistopf. Seit Jahren bin ich regelmäßig in San Diego. Das erste Essen nach der Ankunft am Pazifik hat Tradition: Sizzling Fajitas mit frischer Guacamole und dazu die erste Margarita.

Wenn es zu Hause schnell gehen muss, ist es Pasta. Mit Freunden in der Küche und viel Zeit zu Schnibbeln ist Curry. Und immer, wenn ich eines dieser Gerichte nachkoche und es zu Hause schmeckt, wie ich es vor Ort das erste Mal genossen habe, dann weiß ich: Das ist ein Lieblingsgericht:

Pasta fertigUnd wenn ich darüber schreibe, verrät Viva Culinaria eine ganze Menge über mich…

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