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Ohne Empfehlung und reserviertem Tisch hätte ich das „genusswerk.“ wahrscheinlich nie betreten. Bad Windsheim: In unmittelbarer Nähe der Franken-Therme und mit seiner modernen Architektur erwartet man eines dieser überteuertem öko-korrekten Läden mit Hipster-Flair, bei denen Kaffee gerade für die dirtte Liga des Genusses reicht. Die Homepage verrät außer Allgemeinplätze auch nicht viel. Doch tatsächlich verbirgt sich dahinter eine Vinothek mit Restaurant wie von mir / für mich gemacht: Zusammengetan haben sich die aufstrebenden, jungen fränkischen Winzer Düll, Hofmann, Schmidt und Stahl – allesamt (mehr als) Geheimtipps der Region. (Für Biertrinker gibt es unter anderem das örtliche Museums-Bier)  Die Küche dazu serviert regionale Spezialitäten mit regionalen Zutaten: Zu meinem Osterbesuch gab es dank des milden Winters bereits fränkischen Spargel, der sich mit allerlei Beilagen erweitern ließ. Ich blieb regional und gönnte mir ein Paar fränkische Bratwürste.

Seit Herbst 2013 ist das genusswerk. geöffnet. Und ja, der Name verspricht nicht zuviel: Der fränkische Spargel war al dente, darüber schmiegte sich kräftig gelb eine schaumige, selbst gemachte Sauce Hollandaise, das Brät war saftig gebraten. Kein komplexer Schnickschnack, sondern Traditionelles perfekt zubereitet. Kein Wunder, dass die rund sechzig Plätze schnell mit Einheimischen, Kurgästen und deren Besuchern schnell belegt sind. Eine modern eingerichtete, helle Vinothek verlängert das Vergnügen. Nur der fehlende Wickeltisch passt nicht zu diesem Neubau – ist wohl eben doch für die Weintrinker ausgerichtet. Prost!

 

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