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Erdbeerrickey-5Wer den Katalog der International Barkeeper Assotiation (IBA) durchforstet, sucht das Rezept des alten Cocktails (Gin) Rickey vergeblich. Er besteht meist aus Gin als Basisspirituose, einer ausgepressten halben Limette (deren Reste ähnlich wie bei einer Caipirinha im Glas landen) und Soda. Zucker ist meist keiner dabei. In den USA wird am Ende (wenn nicht Bourbon als Basis verwendet wird) oft mit einem Schuss Bourbon mit seiner hohen Restsüße aromatisiert. Einen großen Auftritt hatte der Gin Rickey 1925 in F. Scott Fitzgeralds Roman „The Great Gatsby“ (Kapitel 7).

Der „Vorteil“ von nicht-offiziellen Cocktails ist, dass sich oft unzählige Varianten entwickeln. So auch beim folgenden Rezept: Angestoßen von einem Bericht über eine drohende „Limettenkrise“ im Kölner Stadtanzeiger, habe ich am Abend bei einem Cocktailkurs limettenfrei experimentiert und sämtliche Zutaten ausgetauscht. Folgende Version ging vielfach getestet als sommerlich-fruchtiger Sieger hervor – sein Name „Strawberry Rickey“

  • 5 cl Vodka
  • zwei Erdbeeren geviertelt
  • eine Scheibe Zitrone geviertelt
  • Crushed Ice
  • Russian Wild Berry Limonade
  • zwei Blätter Basilikum (oder ein Zweig Liebstöckel)

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Erbeerviertel und Zitronenscheiben in ein Caipirinha oder Longdrink-Glas geben und mit Vodka aufgießen. Mit Crushed Ice auffüllen und kurz verrühren. Abschließend mit Wild Berry aufgießen und zwei Blätter Basilikum knicken und darauf schwimmen lassen. Ich tendiere mittlerweile dazu, den Drink als Aperitif mit einem Zweig Liebstöckel zu aromatisieren und zu dekorieren. Das ist eine Hommage an die Kölner „Maggikalypse“ und nutzt die stimulierende und appetitanregende Wirkung des „Maggikrauts“, bevor das Essen kommt.

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Solche Rezepte und Ideen, wie man darauf kommt, erfahrt ihr auch bei meinen Cocktailkursen.

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