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Nach meinem Aufreger über überteuerte und unnötige Babynahrung werde ich jetzt wieder konstruktiv. Seit fast zwei Jahren höre ich die Frage, ob ich nicht endlich mal Rezepte für Babynahrung verbloggen will.

Ich wollte bisher nicht, weil sie meist mit einfachem Garen, wenigen Zutaten und kaum Gewürzen verbunden sind. Doch es scheint ja Bedarf zu geben, und bei genauerem Überlegen stelle ich fest: Gerade bei Babynahrung gibt es einiges, was Viva Culinaria-typisch ist: Es kommt auf gute Zutaten an und mit den richtigen Kniffen ist es sehr einfach. Geschickt zubereitet, kann der Familienzuwachs gemeinsam mit den Eltern essen – eine Besonderheit, die heutzutage viel zu kurz kommt.

Dazu sammle ich hier in loser Folge meine Küchengeheimnisse (Mit Angabe, ab welchem Alter ich es empfehle). Sie sollen euch zum Probieren und Variieren anregen:

Möhren oder anderes Gemüse kochen: Mit etwas Wasser und unraffinniertem Raps- oder Sonnenbumenöl die gesamte Gemüsemenge kochen. Wenn sie bissfest sind, der Teil für den Nachwuchs pürieren, den Rest für die eigenen Gerichte würzen und weiterverarbeiten.(Püriert ab acht Monaten, wenn die genügend Zähnchen da sind auch mundgerecht ab ca 10 Monaten)

Couscous: Gemüsezutaten garen und mit dem Couscous zubereiten. Etwas Joghurt dazu. Weil viele Kinder Tomaten nicht gut vertragen, jetzt den Anteil für den NAchwuchs trennen und den Rest mit Tomaten und Gewürzen (vor allem Petersilie und Minze) abschmecken. (ab zwölf Monaten)

(ab acht Monate) Rinderfilet: Wenn ich Steaks zubereite, dann besorge ich mir meist ein ganzes Stück Rinderfilet. Da bleibt dann die Filetspitze. Die köchele ich sanft mit etwas ganz dünner Brühe, püriere und gebe das löffelweise zu weichen Nudeln oder Reis mit Gemüse. Den Luxus gibt es nicht im Gläschen! Das Püree lässt sich auch portionsweise gut einfrieren. Geht auch mit Fischfiletstücken.

Nudeln: Das Schneiden erspart man sich, wenn man Suppennudeln (Sternchen, Buchstaben…) oder andere kleine Sorten kocht. Auch das Gemüse in mundgerechten Stücken lässt sich direkt im Nudelwasser mitkochen. Alles abgießen, etwas Öl, Sahne oder Milch dazu. Fertig ist die Mahlzeit. (ab zwölf Monate)

Risotto: Hier mache ich Kompromisse. Der Wein kommt erst am Ende dazu, wenn ich die Portion für den Nachwuchs genommen habe. Sparfüchse freuen sich: Ich brauche dann auch weniger Wein, da er nicht so stark verkocht. Aromatisch nur nicht so schön rund, wie bei der Originalzubereitung. (ab 15 Monate)

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