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Strampler miit Burger-AufdruckJa, ich habe mich gefreut, dass es in Köln ein eigenes Streetfoodfestival mit Burgern gibt. Der Name: Burger Clash. Ich hatte mich angemeldet. Ich werde nicht kommen. Dafür gibt es bis heute über 13.500 Gründe.

Ich bin bereit für gutes Essen zu bezahlen. Ich entschädige auch gern die Organisatoren mit Eintrittsgeldern. Und ich weiß, wie man halbwegs entspannt durch ein Streetfoodfestival durchkommt. Aber über 13.500 Anmeldungen sind mir zuviel. Der Hype frisst seine Kinder.

Warteschlange vor dem BurgerladenEs ist richtig und gut, dass Burger aus der Ramschecke des Billig-Fastfoods herauskommen. Regional, qualitativ hochwertiges Fleisch etc. – die USA sind hier mehr als zehn  Jahre voraus. Die New Yorker Kette Shake Shack feiert mit diesem Konzept Erfolge bei Gästen und an der Börse – McDonalds zittert. Doch auch bei Shake Shack stehe ich plötzlich in der Warteschlange vor dem Laden. In Deutschland eröffnet eine Braterei mit Anspruch nach der anderen. Die Zeit glossiert die Burgeritis aufs Treffende. Und das Angebot an Kochbüchern hört nicht mehr auf.

Nachher: Softshell Crab Burger

Essen hat immer eine soziale Komponente. Ein Massenauflauf und lange Schlangen sind für mich der asoziale Teil eines Trends. Wenn ich das will, reise ich nach Nordkorea oder besuche ein Helene-Fischer-Konzert. Mit Genuss hat das nichts zu tun. Da bin ich raus und setze mich lieber in den nächsten guten Burgerladen.

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