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Alkoholverbotsschild am EingangZum dritten Mal in diesem Jahr hieß es „Guerillabeertasting„. Nach #gbt151 in der Fetten Kuh und dem #gbt152 im 82drei stand die erste Probe auf der Kölner Schälsick an – zu Gast an den letzten Tagen das Raums ganzschönkalk. Bahnstreik- und terminbedingt war die Gruppe von „fastzuviele“ auf „kompakt“ zusammengeschrumpft. Doch der Stimmung und den Bierentdeckungen tat das keinen Abbruch. Holger gab drei aktuelle denkbräu-Wieß-Varianten in die Runde. Ein gelungener Einstieg, um zu erfahren, welchen Unterschied die Verwendung unterschiedlicher Hopfen macht. Mike brachte mit dem Pils 1873 eine der drei vieldiskutierten und umstrittenenen Becks-Sorten mit. Um es kurz zu machen: außer einer karamell-goldenen Farbe hatte es im Vergleich zu den anderen Kostproben nichts zu bieten. Gastgeberin Christine stellte das hopfenbetonte Pale Ale Palor vom Oetker-Ableger Braufactum auf den Tisch: Ein dezentes Pale Ale mit wenig Nachhall, das aber aufzeigt, wie man fruchtige Hopfen ins Bier bringen kann.

Und ich? Das waren meine Flaschen:

Zwei Bierflaschen im KartonSeef – eine wiedergeborene Biersorte aus Antwerpen. Einst sogar Namensgeber eines Stadtteils (Seefhoek) ging es lange Zeit vergessen, bis eine kleine Brauerei das Rezept wieder auf den Markt brachte. Flaschenvergoren aus Gerste, Weizen, Hafer und Buchweizen ein fruchtig-weiches Bier mit schöner Frische, bei dem man tatsächlich auch die Aromen der einzelnen Getreide noch herausschmecken kann. Mit 6,5 Prozent Alkohol allerdings kein leichtes Sommerbier.

Alesmith Flasche mit zwei GläsernAlesmith X Pale Ale – Das X steht für besonders („extra“) gut trinkbar, behauptet die Brauerei aus dem kalifornischen San Diego. In der Tat: Wir hatten gerade die Flasche geöffnet, ließen sich die ersten Aromen bereits erschnuppern: Fruchtige Fülle an Hopfen. Sehr angenehm frisch, grün und voluminös, ohne dass eine Ohrfeige der Bitternoten folgt – wie man es häufig bei den amerikanischen Produkten erlebt. Es trinkt sich in der Tat gut, sehr trocken – auch das eher untypisch. Süffig! 5,25 Prozent Alkohol, eine Empfehlung für den Sommer. Sauber und fein. Mehr braucht es nicht bei einem Pale Ale. Alles andere ist Spielerei des Braumeisters.

Handydisplay mit Stout Bier und FlascheDistelhäuser Loch Ness – Ein Classic Stout hat die tauberfränkische Familienbrauerei seit einiger Zeit neben den traditionellen Rezepten im Programm. Das IPA Lucky Hop hatte ich als vernünftigen Durchschnitt bereits kennengelernt. Jetzt war ich auf das Stout gespannt: Wenig Cream auf dem Glas, dafür eine feinperlige Kohlensäure im Bier, wie es für ein Stout sein soll. Voluminöser Karamellduft trägt gut eingebunden die Bitternote des Hopfens – Aromen von Zartbitter und Kaffee Und wo wir schon eine trockene Überraschung am Abend hatten: Hier kam die nächste. Das Loch Ness trinkt sich leicht – keine mächtigen süßen Kaffee- oder Karamellnoten: Ein ungewöhnlich trockenes Stout, dadurch sommertauglich.

 

 

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