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„Dat is ming Kaffee?“ fragte der Barista mich, als ich ihm neulich ein Glas Cold Brew Coffee aus seiner Düxer Mischung der Kölner Rösterei van Dyck auf Eis angeboten hatte. Ich erzählte ihm, dass seit Jahren Straßenstände und Cafés in New York den kalt aufgegossenen Kaffee ausschenken und diese Form des Eiskaffees im Sommer-Deutschland als neues Trendgetränk 2015 gehypet wird.

Die Methode ist ganz simpel: 200 gr gemahlener Kaffee, 1 l Wasser zusammen 12 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Danach filtrieren. Serviert wird er auf Eis: Ein Teil Kaffeekonzentrat mit drei bis vier Teile Eiswürfel einige Minuten ziehen lassen. Das Ergebnis ist ein besser bekömmlicher Kaffee mit weniger Koffein, der deutlich weniger bitter schmeckt und vor allem die Aromen zu Tage fördert, die beim Heißbrühen verloren gehen. Aus diesem Grund bieten sich für den Cold Brew vor allem komplexe Röstungen an.

„Absoluter Hammer!“ ist mein Barista begeistert. „Wird sich aber nicht durchsetzen.“ 200 gr guter Kaffee (Kilopreis 25 bis 30 Euro) ergeben 600 ml Konzentrat (also keine zehn Gläser Cold Brew): Damit kostet die Tasse Cold Brew in der Produktion ein Vielfaches eines italienischen Espresso (7 gr Kaffee pro Tasse für 25 ml). Das ist in Deutschland kaum einer bereit im Café zu zahlen. „Brühen“ wir den Cold Brew eben weiter zu Hause – alle anderen jagen die Massenware im Starbucks.

Für eine tropische Sommernacht empfehle ich einen Cold Brew Cocktail:

Cocktail mit Zutaten

  • 5 cl Cold Brew auf Eiswürfeln im Tumbler
  • 5 cl Gin (für die Aromen des Kaffees verwende ich einen „traditionellen“ wie Gordon Export Strength oder Sünner 260) – für mehr Frische: den zitruslastigeren Bombay oder Vortrekker mit Orangenaromen.
  • 7 bis 10 cl dezentes Tonic Water (z.B. Mediterranian von Fever Tree)

Alles auf Eis geben, kurz rühren. Genießen!

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