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SpareRibs-04342Bier und Spareribs gehören zusammen, is klar. Und nichts geht über die Räucheraromen der Marinade vom BBQ. Nur in der Küche wird’s halt nichts mit dem Grill und Räuchern. Abhilfe schaffe ich da mit Rauchbier. Das darf ganz nah an die Rippchen ran: Zuerst kochen sie darin, dann dürfen sie darin marinieren. Doch der Reihe nach.

Das Rezept ist in der Menge fast beliebig erweiterbar. Darum gebe ich die Mengen heute mal in Anteilen an. Lediglich die Größe des Topfs – die Rippchen sollen darin bedeckt köcheln – und ein Backblech – die Rippchen sollen darauf nebeneinander liegen – sind begrenzenden Faktoren. Oder man weicht auf eine Produktion in etappen aus.

Wichtigeste Zutat? Klar: Rippchen („Spareribs“)!

SpareRibs-04338Zutaten für den Sud:

  • 2 Teile Wasser
  • 1 Teil Rauchbier
  • 1 Teil Malzbier
  • ein halber TL Salz pro Litter Flüssigkeit
  • eine Zwiebel pro Liter Flüssigkeit
  • einige Wacholderblätter

Zwiebel vierteln und mit den Rippchen und den anderen Zutaten in den Topf geben. Die Flüssigkeit sollte das Fleisch komplett bedecken – wenn es nicht reicht, einfach mehr Rauchbier einschenken. Das ganze etwa 45 Minuten köcheln lassen, bis sich das Fleisch leicht von den Knochenenden zurückzieht.

In der Zwischenzeit bereite ich die Marinade. Die Zutaten (die Menge für etwa je sechs Knochen):

  • 2 TL Honig
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Tomatenmark
  • eine Brise Salz
  • ca 0,1 l Malzbier und 0,2 l Rauchbier
  • ca 0,2 l Sud
  • 3 TL Balsamico
  • eine Knoblauchzehe

Knoblauchzehe anrösten, schälen. pressen und mit den anderen Zutaten – außer Bier und Sud vermengen. In einem Topf vorsichtig erhitzen. Wenn die Menge Blasen schlägt, mit den Bieren und Sud nach und nach verrühren und reduzieren lassen.

Spareribs aus dem Sud nehmen und abtropfen lassen, Ofen (er sollte eine Grillfunktion von oben haben) auf 200 Grad erhitzen. Spareribs kräftig mit der Marinade einpinseln und mit der Innenseite nach oben auf ein Backblech legen. Grillfunktion des Ofens einschalten und das Backblech in die oberen Hälfte schieben. Wenn die Marinade bräunt und trocken wird (nach etwas fünf Minuten), die Spareribs wenden und dasselbe Spiel nochmal. Ofen aus und nochmals einpinseln.

Danach mit Rauchbier und frischgehackten Frühlingszwiebeln servieren.

SpareRibs-04339Das Ganze geht auch mit Dicker Rippe.

Wichtig: Den Sud bitte nicht wegschütten, sondern auf die Hälfte einkochen, etwas Karotte mitkochen, passieren und mit Pfeffer, Bier und etwas fein gehackter Petersilie als kräftige Sauce abschmecken. Für Fleisch, Pilzen oder mit gutem Brät als Wurstgulasch.

P.S.: Das Rezept widme ich den Craftbier-Kochbuchautoren Stevan Paul, Torsten Goffin und Daniela Haug, weil ich auf die Idee kam, nachdem ich nichts derartiges in ihrem Werk entdeckt hatte.

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