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Nach wie vor schießen regionale Gins wie Kriechquecken aus den Schollen (ja, auch ich habe mal experimentiert). Doch eines haben die meisten gemeinsam: Der Wacholder stammt in den überwiegenden Fällen aus der Toskana. Der Geschmack der vollreifen Beeren von dort ist einfach unerreicht. Selbst Gins wie Monkey 47 mit einem Schwerpunkt auf lokale Botanicals verzichten zugunsten auf die Produkte der heimischen Heidelandschaft und schlagen in der Toskana zu.

Ausgerechnet einen toskanischen Gin suchte man bisher vergebens. Seit diesem Jahr hat sich das geändert – fast. Sabatini Gin – ein Gin aus neun Kräutern der Toskana: Zu den Wacholderbeeren gesellen sich Koriander, Iris, Wilder Fenchel, Lavendel, Olivenblätter, Thymian, Zitronenverbene und Salbei, diemeist wild und auf den Anwesen der Sabatinis nahe des Bilderbuchstädchens Cortono wächsen. Und dennoch ist es nur „fast“ ein rein toskanischer Gin, denn Destillation und Abfüllung geschieht in London. Ergebnis:

Flasche Sabatini Gin mit GlasDie (reduzierte) Auswahl der Botanicals machen den Sabatini zu einem sauberen, intensiv-floranen und runden, fast süßem Wacholderspirit. Der Wacholder ist traditionell deutlich, Verbene und Thymian umspielen ihn mit Frische, für das weich-süße Anschmiegen an den Gaumen sind Olivenblätter, Lavendel und Fenchel. Ein wunderbarer Gin für einen Martini mit wenig Vermouth – oder auch einmal zum Purtrinken. Churchill hätte seine Freude dran.

Bisher ist der Sabatini Gin – auch in der Toskana selbst – nur sehr vereinzelt erhältlich. In Deutschland gibt es ein paar wenige Onlineshops und Bars mit dem toskanischen Flaschen. Mal sehen, was noch kommt…

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