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Der Black Jack gehört nicht zu den bekanntesten und vor allem nicht zu den edelsten Cocktails. Die meisten Varianten fordern den gleichnamigen Bourbon mit dem schwarzen Etitkett, Kaffeelikör und manchmal noch ein bisschen Zitrus. Hm? Vielleicht für eine schummrige Bar im herbstlichen Anchorage, wenn die Hosenbeine vom Regen nass sind.

Weil regnischere Abende in Köln unwesentlich gemütlicher sind, vor allem aber wärmer sind, verpasse ich dem brummigen Einheizer mehr Charme und Anmut. Dazu ist ein wenig Vorbereitung notwendig.

Zuerst bereite ich einen sehr kölschen feinen Coldbrew – einen kaltgebrühten Kaffee mit einer hellen Röstung der Kölner Rösterei Ernst, die für ihre fruchtigen Noten bekannt sind. Dazu mahle ich für 500 ml Wasser 50 gr Kaffeebohnen möglichst fein und weitere 50 gr etwas grober (Ich habe den Ethopia Yirchacheffe Adado verwendet) – dann zusammen 12 Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen und anschließend filtrieren. (Hält sich im Kühlschrank knapp eine Woche, bevor das Konzentrat deutlich an Aroma verliert.)

blackjack_coldbrewcocktail-1Außerdem benötige ich Limettenextrakt – ein aromatischer Likör aus der New Yorker Apotheke Bar.

  • 250 ml frisch gepresster Limettensaft
  • 125 ml Weinbrand
  • 50 ml Williams-Birnenbrand
  • 125 ml Zuckersirup
  • etwas Vanillezucker

Limettensaft und Weinbrand vermischen und durch ein Passiertuch ablaufen lassen. Mit den anderen Zutaten vermischen und mit Wasser auf 500 ml aufüllen. Zwei Wochen stehen lassen und anschließend filtrieren. Im Kühlschrank knapp ein Jahr haltbar.

Endlich kann ich mit meinem Black Jack loslegen!

  • 4,5 cl Cognac (Z.B. Hennessy Fine de cognac)
  • 2 cl Yirchacheffe Coldbrew
  • 2 cl Limettenextrakt
  • 1 Barlöffel Zurckersirup

Alle Zutaten mit Eis shaken und in einer gekühlten Kaffee(glas)Tasse mit Eiswürfel abseihen.

Noch mehr Cocktails mit Kaffee habe ich kürzlich mit Coffee Cherry Tea gemacht.

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