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Eigentlich wollte ich noch einmal für einen Blogbeitrag über Christian Hans Müllers Taithí Nua – diesen 2.500 Litern Bockbier, die im Jameson-Fass reifen durften. Die irische Whiskey-Marke aus dem Pernod Ricard Imperium hatte seine Brauerei Hanscraft & Co angefragt, ob er in ihren Fässern ein Bier reifen lassen möchte. Konzerne schmücken sich heutzutage gerne mit Handwerklichem.

Eigentlich kommt so ein Blogpost schon gar nicht mehr, denn das wunderbare weiche und runde Bockbier, bei dem sich das Whiskey-Geschmack nicht brutal in den Vordergrund schmeckt, ist nur noch in Restbeständen vorhanden. Dann halt wieder der Griff zum brachialen Scotch- oder Bourbon-Parfüm im Bierflacon.

Eigentlich hatte der Mann hinter Hanscraft & Co auch gar keine Zeit für meinen Besuch. Er nahm sie sich trotzdem, um über viele seiner Projekte zu sprechen – etwa dem bevorstehenden Umzug nach Niedernberg vor die Tore von Bayerisch Nizza – wie man Aschaffenburg immer wieder nennt. Der Name stand Pate für Christians wohl berühmtesten Suds, dem „Bayerisch Nizza“, einem Weizen Pale Ale. Im Keller seines Büros in Osten Aschaffenburgs werkelte er gerade einer limitierten Neuinterpretation mit dem Aromahofen Hüll Melon.

Eigentlich könnte ich über diese sommertaugliche Variante es Wheat Pale Ale einen Blogpost schreiben, das in den kommenden Tagen in den Verkauf geht. Das „Melon Special Bayerisch Nizza“ überrascht mich vor allem dadurch, dass es kaum Hopfenbittere besitzt, dafür kommt die wunderbare fruchtig-leichte Honigmelonenaromatik voll zur Geltung. Zwar ist genau dieser Geschmack dieser recht neuen Hopfenzüchtung namensgebend, doch in vielen anderen Suden treten anderen Aromen viel deutlicher zu Tage. Beim Bayerisch Nizza verbindet sich dann noch die Süße eines Weizenbieres mit feiner Perligkeit zur wahrscheinlich elegantesten und luxuriösesten Alternative zu einem Radler oder schrecklichen Biermischgetränken für diese heißen Tage bietet.

Aber: Auch das Bayerisch Nizza mit dem leichten Melonenaroma wird nicht so ganz einfach erhältlich sein. Kleine Menge, schon jetzt großes Interesse. Eigentlich kann es da nur heißen: Finden, zugreifen, Füße hoch und genießen.

Eigentlich sollte ich das jetzt auch machen. Prost!

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