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Zu Karneval – laut der eigenen Oberbürgermeisterin nur noch ein allgemeines Besäufnis – über Alkohol zu schreiben kommt wie die sprichwörtliche Transporthilfe für Eulen nach Athen daher. Doch es sind nicht mehr nur Kater, Lippenstiftflecke und Tripper, den der Sauf- und Ficktourist nach seinem Überfall in die selbstverliebte kölsche Glückseligkeit mit nach Hause nimmt.

Der interessiertere Besucher mit Hang zur gediegeneren Betäubung findet – Trend sei Dank – eine schöne Auswahl an Kölner Gins. Gemeinsam mit dem Spezialitäten-Shop kostreich.de habe ich die meisten davon blind verkostet. Zusätzlich habe ich einige davon in einer offenen Blindverkostung bei Massimo seinen gin-affinen Gästen in der Kaffeebar zur Wertung gestellt. Die Übersicht über alle Kölner Gins präsentiere ich hier. Die jeweiligen Verkostungsnotizen und Bewertungen gibt es dann als Serie drüben bei edelknall. Damit auch keiner moppert, lege ich auch die Quellen der Spirits offen.

Sünner Dry Gin No. 260, Sinner Strength und Diamant: Der Sünner Dry Gin No. 260 aus der traditionsreichen Kölschbrauerei und Brennerei ist der Vorreiter der Kölner Gins: Ein dreifach destillierter Spirit mit 43% vol. alc. mit frischen Wacholderbeeren und Noten von Lavendel, Zitrone und Bitterorange. Vorne dran auch mit ihrem Sinner Strength, eine Kölner Adaption des Navy Strenghth Gins: Ein 57-prozentiger Wacholder mit weiteren Botanicals und der Zugabe von Paradieskörnern kalt mazeriert. Zu diesen beiden aus meinem Fundus, habe ich noch für die Probe zwei kleine Fläschchen des neustens Vertreters, dem „Diamant„, besorgt: Mit einem Alkoholgehalt von 47 % vol. alc. ebenfalls ein kräftiger Spirit. Hier sorgen Essenzen von Himbeere, Pfirsich, Hibiskus, Eberesche, Bergamotte und Orangenblüten für ein extremes Gin-Erlebnis.

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Daisy Gin: Es gibt für vieles ein erstes Mal. In Köln jetzt auch den ersten Bio-Gin der Stadt. Er holt seine Aromen für die 44 % vol. alc. aus Goji-Beeren, Orangenblüten, Muskatnussblüten und den namensgebenden Gänseblümchen (englisch: Daisy). Die Blümchen in der dunklen Flasche mit dem markanten gelben Siegel auf dem Hals habe ich mir beim letzten Großeinkauf dazugelegt.

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Gin de Cologne: Mit dem Daisy Gin gehört er zu den zwei neuesten Kölner Vertretern. Der Gin de Cologne stammt aus Ehrenfeld und enthält über 12 Botanicals wie Schalen von Zitronen, Orangen und Limetten, Lavendel- und Hibiskusblüten und Wacholder. Alex hat in zur Verkostung beigesteuert.

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Ginsanity: Ganze Limetten, Wacholder, frischer Ingwer, Koriander, Chilischoten und frisch gestoßener Pfeffer – der 42,5-Prozenter soll nicht nur gemixt sondern auch pur schmecken. Auf dieser Basis bieten die Frangenbergs auch fruchtige Fusions an. Die 0,35l-Flasche mit der markanten Gin-Lady auf dem Etikett brachte der Paketbote prompt.

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van Laack Dry Gin und van Laack Dry Gin 42: Die beiden Gins kommen ohne Botanicals aus. Das heißt: anders als viele andere aktuelle Gins geht es hier zurück zu den Wurzeln des Gin: Lediglich Wacholder sorgt für das Aroma. Die kleine weiße (38% vol alc) und schwarze (42% vol alc) Flasche haben mir van Laack zur Verfügung gestellt.

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Wayfarer Distillery: Genaugenommen kommt der Gin aus Frechen, er darf trotzdem mitmachen. Alex hatte sie aus seinem Kostreich-Sortiment mitgebracht.Die Wayfarer Distillery wirbt mit ihrem Gin und aromatischen Traumzielen wir Provence, Toskana und dem gesamten mediterranen Sehnsuchtsgebiet. In der modernen Design-Flasche versprechen sie Bouquet von spritziger Limone, Zitronenverbene, blühende Lavendelfelder. Thymian, Rosmarin, Basilikum und Salbei – und einen langanhaltenden und cremigen Abgang präsentiert.

Im Zulauf sind noch Proben von Pittermanns und der 4812 aus Bergisch Gladbach.

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