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Als hätten wir darauf geschielt, eine Reihe passender Biere zu probieren, stand das vergangene Guerilla Beer Tasting im Garten von kostreich.de unter dem Motto „Deutsche Biere“. Nur, um sie hier artig am Tag des deutschen Bieres aufzulisten. (Und lasst mich mit der ewig-gleichen Diskussion ums Deutsche Reinheitsgebot in Ruhe und lernt lieber erfolgreiche Lobby-Arbeit).

Hier sind unsere Test-Flaschen in der Reihenfolge des Abends:

  1. Melon Special Bayerisch Nizza von Hanscraft & Co: Man schmeckt, dass es etwas über dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist, denn die Melonen-Aromen haben sich schon etwas aus der Flasche verflüchtigt. Dennoch noch immer schmeckbar und ein schlankes Weizenbier, dass auch Nicht-Weizenfreunde wegen seiner sommerlich-frischen Trinkbarkeit überzeugen kann.

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2. Hopfenstopfer Citra Ale von Häffner Bräu: Wir bleiben leicht und frisch. Die deutliche Zitrusnote durch den Aroma-Hopfen zu einem trockenen, schlanken Obergärigem passen prima gut gekühlt in den Sommergarten.

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3. Siegburger Brauhaus ANNO Zwanzigsiebzehn: Zunächst hatten wir etwas Sorge, eine Zwei-Liter-Flasche in unserer sechsköpfigen Runde leer zu bekommen. Aber: Ein Frischbier, ein extrem süffiges, herbes Märzen (aus meiner Sicht ein viel zu selten beachteter Bierstil!) hat es uns leicht gemacht. Wir sollten überhaupt mehr Frischbier trinken.

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4. Hirsch-Bräu Märzen von Heubacher: Ob dieses Märzen von der Ostalb gegen seinen Frischbier-Vorgänger Inder Probe mithalten kann? Wir waren skeptisch. Doch er kann: Ein Märzen, wie es sein soll: Zurückhaltend gehopft und im Malz, und damit ebenfalls ein perfektes deutsches Sommerbier.

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5. Hensen Alt: Die Probe hatte sofort einstimmig den Titel der „Flasche des Abends“ erhalten: alte 0,2l-Flasche und schönstes Etikett. In Mönchengladbach füllt die wiedergegründete Hensen Brauerei darin ihr Alt ab: Röstmalz ja, überbordend nein, Hopfennote auch. Wir haben es etwas undankbar nach den beiden Märzen platziert, aber es hat sich damit tapfer geschlagen. Alt-Empfehlung allemal.

6. Und dann war es irgendwann dunkel im Garten und es blieb noch ein Mischgetränk: Das Fohr Weinbier: Genaugenommen aus Roséwein und Bier. Wir waren uns einig: den Biertrinker wird man damit wohl nicht überzeugen. Ein Alternativgetränk für Hugo und Sprizz ist es allemal: Leichte Süße, spritzig und der Hopfen ersetzt, was sonst Aperol; Campri und Co an Bittere teils brachial beitragen.

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