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Campari ist wegen seiner seiner knallroten Farbe und seinem bitteren Geschmack, der diesem und vielen anderen Aperitiflikören den Gruppennamen „Bitter“ einbrachte, bekannt. Weniger bekannt ist, dass neben dem Bitterstoff Chinin Rhabarber zu den Hauptzutaten gehört. Seit einiger Zeit habe ich mit Rezepturen eines eigenen Rhabarberbitters herumexperimentiert. Letzter Stand zum letzten Tag der Negroni Week ist dieses (ich gebe zu, über Nacht geht es nicht):

Meine wichtigsten Bestandteile sind ein Rhabarber-Erdbeer-Sirup mit Kräutern und eine bittere Vodka-infusion.

Der Sirup (was nicht gebraucht wird, gibt Rhabarber-Schorle):

  • 2,5 Kilogramm Rhabarber, gewaschen ungeschält, ca drei cm große Stücke
  • 100 gr Erdbeeren
  • 300 gr Zucker
  • 700 ml Wasser

Alles zusammen eine Stunde leicht köcheln lassen, danach einige Zweige Thymian und Minze und einige Blätter Salbei dazugeben und eine Nacht durch ein Passiertuch geben. Am nächsten Tag aufkochen und mit einigen frischen Zweigen Thymian abfüllen.

Die Bitter-Infusion:

  • 250 ml Vodka
  • eine unbehandelte Zitrone
  • eine unbehandelte Limette
  • eine unbehandelte Orange

Die Zitrusfrüchte schälen und die Schalen komplett (mit Ausnahme der Orange, hier reicht eine Hälfte) in den Vodka geben. Fruchtstücke der halben Zitrone ebenfalls, dazu einige Blätter Salbei. Zehn Stunden ziehen lassen.

Infusion und Sirup vermische ich zu gleichen Teilen, gebe zur Wunschsüße noch etwas Rohrzucker oder Grenadine dazu. Als besonderen Pfiff auch für die Farbe und Geschmack war eine selbstgemachter Hagebuttenwein, der mit 100 ml ebenfalls dabei war. Es ist zwar (noch) nicht so klar wie Campari und nicht so rot – aber für einen Likör ohne Farbstoff schon gut dabei, wie ich finde.

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